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My way to code DivX;-)

Disclaimer


Die Befolgung dieser Anleitung geschieht auf EIGENE VERANTWORTUNG. Der Autor
übernimmt keinerlei Haftung für Schäden oder illegale Taten jeder Art in
Zusammenhang mit diesem Dokument! Es soll nicht bei der illegalen
Vervielfältigung von DVD Filmen helfen, sondern eine Anleitung zum Erstellen
von Sicherheitskopien sein. Sicherheitskopien dürfen von einem Produkt nur
dann erstellt werden, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist!

Rippen

DVD einlegen.
Bei mir wird DVD-Player gestartet (AutoStart)
DVD kurz anspielen, damit das Laufwerk die DVD erkennen kann.
DVDPlayer nach ca. 1 Minute wieder schließen.
SmartRipper öffnen:
doppelklick :-)

Die DVD wird von SmartRipper geprüft und analysiert. Folgendes Fenster erscheint:


(Falls es hier zu Schwierigkeiten kommt, SmartRipper schließen und DVD-Player die DVD nochmal lesen lassen. Evtl. "reinschauen" , ob nicht die DVD Fehler hat (Kratzer o.ä.))
Hier werden die einzelnen *.vob Dateien "geknackt" und die Struktur des Filmmaterials aus den *.ifo und *.bup Dateien gelesen. Dieses Fenster verschwindet wieder, und das Hauptfenster erscheint:




Im Feld IFO->Title->Angle findet man die einzelnen Filme (Titles), die auf der DVD sind. Bei einer "normalen" Film-DVD wird hier ein Title mit der Dauer des Film sein (ca. 1:30 - 2:30 Std.) und das Bonusmaterial wie Interviews, Trailers, Making-Of's u.ä.) Diese Titles sind entsprechend kürzer. Wenn man z.B. ein bestimmtes Interview rippen möchte, muß man die Zeit mit der Dauer des Videos vergleichen und danach entscheiden, eine Preview-Funktion gibt es leider nicht.
Im meinem Fall (Screenshots) habe ich eine Simpson -Best-Of-DVD geripped, bei der fünf Folgen auf einer DVD sind. Dementsprechend habe ich 5 Titles zu je ca. 20 Minuten und mehrere kleine Titles mit ein paar Sekunden, das sind die Menü-Übergänge und die Logos der Filmverleiher.

Man markiere den Title mit der richtigen Zeitangababe, um ihn zum Rippen auszuwählen.
Links oben sollte der Button "Movie" gedrückt sein.
Der Button Files erlaubt ein DVD-Datei-weises Kopieren und "Backup" erstellt eine 1:1-Kopie der DVD.

Die Settings (links der Button) stellt man wie folgt ein:


Danach muß noch das Ziellaufwerk für die DVD-Dateien angelegt und ausgewählt werden:


Den Dateinamen vts_01 (o.ä.) sollte man nicht verändert, Flask-MPEG braucht diese Dateien in der selben Nomenklatur, um die Filme richtig suchen zu können. Es macht auch Sinn, dem Verzeichnis ein Doppelkreuz (#) voranzustellen, dadurch werden sie im Explorer nach ganz oben sortiert. Wir werden noch oft mit dem Explorer zu diesem Verzeichnis navigieren müssen, da ist das sehr praktisch.

Ein Klick auf den Start-Button startet den Ripper-Vorgang. Dieser Vorgang dauert ca. 20 Minuten und wird mit diesem Fenster illustriert:


Oben im Fenster zeigen Source und Target Informationen über die Dateien an. Je nachdem, wie groß der Film ist, wird er auf meherere *.vob Files aufgeteilt, ca. 1 GB pro Datei. In meinem Fall sind die einzelnen Episoden nur ca. 20 Minuten lang und passen deshalb in eine VOB-Datei.

Im Feld Copy-Info sehen wir die gelesenen und geschriebenen KB und dadrunter die verstrichene und noch verbleibende Zeit. Am DVD-Speed kann man nichts ändern, aber man freut sich, wenn er mit seiner Max.-Geschwindigkeit liest (bei mir ca. 7,5 fach).

In der Code-Info werden Schlüssel und Entschlüsselungs-Versuche angezeigt. Jede DVD hat einen Region-Code, der zur Verschlüsselung der Filme herangezogen wird. Nur ein DVD-Player, der auf den richtigen Region-Code eingestellt ist, kann den Film entschlüsseln. Das ist auch der Grund, warum man vor dem Rippen die DVD kurz im Player anspielt. Damit wird intern der Region-Code gesetzt.
Der Schlüssel zum Codieren des Films nenn sich CSSPlus, das Programm DeCSSPlus "knackt" den Schlüssel für jedes einzelne VOB-File. Dieser Vorgang findet auch schon im ersten Fenster statt. der aktuelle Schlüssel (pro vob File verschieden) steht im Feld "Current Key".
Bevor der eigentliche Rip-Vorgang startet, sieht man um Laufbalken oberhalb von "DeCSSPlus" die Versuche, den Schlüssel durch ausprobieren (BrutForce) herauszufinden. Wenn dieser Vorgang zu lange dauert, kann dieses Programm u.U. den Schlüssel nicht knacken. Für ältere Verschlüsselungen gibt es das (ebenfalls eingebaute) Program VobDec, wenn auch dieses fehlschlägt, weiß ich auch nicht weiter. Dann müßte man sich im Internet mal nach alternativen DeCryptern und anderen VOB- und Region- Verschlüsselungen umsehen.


Wenn das Rippen fertig ist, landet man weder im SmartRipper Hauptfenster und kann das Programm schließen. Auf der Festplatte hat man jetzt die entschlüsselten DVD-Dateien:


Alle zusammenhängenden Dateien sind nach dem Muster "vts_0?.*" benannt. Alle vts_01 Dateien gehören zusammen und alle vts_02-Dateien usw. Es macht die Sache viel einfacher, wenn man die Dateinamen so beläßt.

Bei einem Film kommen diese Dateien auf ca. 6-10 GB, jenachdem, wie lang der Film ist.


DivX;-) en

Es ist ein (ja, es gibt viele) DivX;-) Codec für Windows nötig. welche verschiedenen es gibt und wie sie ins System installiert werden, möchte ich hier nicht diskutieren.
Die gerippten vob-Files (eigentlcih MPEG-2 Dateien) müssen jetzt in der richtigen Reihenfolge, in dr richtigen Sprache (Audiotrack) und mit den richtigen Untertiteln (oder auch nicht) zusammengesetzt werden. Die Informationen dazu stehen im IFO-File.

Das Programm FlaskMPEG liest diese IFO-Datei und macht diese Aufgaben für uns. FlaskMPEG ist überhautpt ein Programm, was uns viel Arbeit abnimmt. Es kümmert sich zusätzlich zu dem Mischen des richtigen Audio-Kanals (und das ohne diese Syncronsations-Schwierigkeiten)

Beim Installieren kann man die Sprache auf Deutsch stellen.

Meine Verison von FlaskMPEG ist 0.6:


Im Menü Datei - Öffnen wählt man die eben gerippte IFO-Datei aus.


Wenn die Datei lesbar ist, kommt das Fenter, in dem man die Einstellungen zum Film machen kann:


Hier finden wir wieder die Title, es auf der DVD sind und die zugehörigen Zeiten. Achtug: Ich habe (bei meiner Simpsons-DVD) nur einen Title gerippt, auch wenn die Informationen für meherere Titles im IFO-File stehen. Bei Filmen hat man hier einen Title mit der Filmlänge und ein paar kurze Titles, da wählt man seinen Film aus. Beim Coden von mehreren kleinen Filmen (wie in meinem Fall) hilft oft nur Try-and-Error, bis man das richtige erwischt.
Bei den Audio-Tracks, die die DVD bietet, wählt man die gewünschte Sprache aus, bei DVD subtitles wäjlt man die Sprache der Untertitel aus. Ich brauche keine Untertitel, also markiere ich keinen Subtitle.
Aus diesem Fenster sollte man sich noch die Länge des Film (in Minuten) notieren, den Wert braucht man gleich bei der Berechnung des Films.

Danach der Button "Flask this DVD!".

Das Hauptfenster von FlaskMPEG passt sich an die Bildgröße des Films an und das Control-Panel erscheint. Die folgenden Einstellungen könnten im Control-Panel eingestellt werden, aber ich klick mich immer durchs Menü. Das hab ich mir bei den 0.5x Versionen von Flask angewöhnt, aber man darf sich selbst entscheiden.

Menüpunkt Optionen:


Ausgabeformat-Optionen:



Hier werden die Einstellungen zu dem Video-Codec und Audio-Codec gemacht:
Video:


DivX;-) Low Motion auswählen. Kann sein, daß Low Motion nicht extra angegeben wird. Auf alle Fälle nicht den DivX;-) Fast Motion Codec auswählen, er schafft zwar eine höhere Kompression, aber die Qualität ist deutlich schlechter. Die Einstellungen zum Codec muß man noch konfigurieren:


Keyframes:
Wir wissen, daß in unseren Breiten ein Film aus 25 Bildern pro Sekunde besteht. Das gilt auch für die MPEG-Video-Komprimierung, DivX;-) ist eigentlich ein Teil (oder eine Weiterentwicklung) von dieser Technik. D.h. für jede Sekunde Film brauchen wir 25 Bilder, damit der Film nicht jeweils 25 Vollbilder enthalten muß (was ihn wirklich groß machen würde), hat man die Bilderfolge in Keyframes und Deltaframes aufgeteilt. Am Anfang steht ein Keyframe und die nächsten x Bilder enthalten nur noch die Unterschiede zum Vollbild (Deltaframes). In unserem Falle nehmen wir Keyframes alle 10 Sekunden, d.h. es gibt ein Vollbild und die nächsten 10 Sekunden nur die Änderungen (entspricht 10 sec * 25 Bilder - 1 Keyframe = 249 Deltaframes). Bei langsamen Kameraschwenks über einen Strand mit Sonnenuntergang ist das ausreichend. Wenn man schnelle Szenen hat, in denen das Bild in diesen 10 Sekunden mehrmals ändert, werden die Deltaframes recht groß, weil ziemlich viele Änderungen drin sind. Das stört aber nicht, denn das ist immernoch weniger Datenaufkommen als 25 Vollbilder pro Sekunde. Es kann allerdings passieren, daß Kompressionsfehler (sog. Artefakte) auftreten, die sich bis zum nächsten Keyframe durchziehen, weil sie nicht "übermalt" werden. Erst beim nächsten Keyframe wird das Bild komplett neu gezichnet, d.h. im schlimmsten Fall haben wir 10 Sekunden lang die Störung im Film. Dann würde es Sinn machen, wenn man Keyframes jede Sekunde setzt, was aber die Größe des Films deutlich ansteigen lassen würde. Normalerweise kommt man mit 10 Sekunden aus, wenn man einen schnellen Film gut machen will, nimmt man 3-5 Sekunden.

Compression Control:
Hier kann ein Wert eingestellt werden, wie genau die Kompression Farbunterschiede und deren Kanten herausheben soll. Diese Einstellung kann man mit der "Quality" von JPEG- Bildern vergleichen. Erstellt mal ein Foto mit vielen Details (z.B. einen Nadelwald). Speichert es mit der kleinsten Qualität, uns es wird "unscharf", speichert es mit der besten Qualität, dann wird es "schärfer", teilweise sind die Kanten im Bild etwas überzeichnet.
Je höher das Detailreichtum, desto mehr Informationen müssen in einem 16x16 Block gespeichert werden, was sich wieder auf die Dateigröße des Film auswirkt. Ein guter Wert sind hier 80%.

Data Rate:
MPEG, und damit auch DivX;-) ist ein Streaming-Format. Es würde keinen Sinn machen, den ganzen Film (1,3 GB) in den Speicher zu laden und von dort aus abzuspielen. Deswegen wird er vom Medium (Festplatte oder DVD) über den Algorithmus (im Prozessor und Speicher) zum Monitor (über die Grafikkarte) gestreamt. Den Durchsatz des Streams läßt sich hier einstellen. Je mehr Daten pro Sekunde durchfließen sollen, desto schneller müssen die Komponenten (Prozessor, Platte, DVD-Laufwerk, Grafikkarte) sein, und desto mehr Daten müssen pro Sekunde bereitgestellt werden. Je mehr Durchsatz, desto mehr Ansprüche an die Komponenten, desto mehr Speicherplatz und dafür bessere Qualität. Der Unterschied von dem "mehr Speicherplatz" kann der Unterschied von einer CD (650 MB) und zwei CDs (1300MB) sein. Die Qualität sehen wir am Unterschied zwischen DVD und den chinesischen, im Kino abgefilmten Filmen.

Mein Vorgehen (um noch bessere Filme zu machen) ist folgende:

Ich rechne einen Film mit dem Durchsatz (der Qualität), daß er auf ca 2,5 bis 3 CDs passen würde. Damit habe ich eine gute Qualität für die schnellen Szenen im Film. Danach rechne ich den Film mit einem Durchsatz, daß er auf 1,5 bis 2 CDs passen würde. Wenn das Ziel ist, den Film auf 2 CDs zu kriegen, muss der kleinere Film deutlich kleiner als 2 CDs werden, damit noch Platz fuer die Teile des besseren (größeren) Films bleibt.
Damit habe ich den Vorteil, daß er kleiner wird und die Qualität ist nur noch bei den ruhigen Szenen gut. Danach lasse ich beide Filme zusammenrechnen, um bei ruhigen Szenen einen geringen Platzbedarf zu haben und bei schnellen Szenen eine gute Quaität.

Nachtrag 16.Juli 2002:
Das doppelte Rechnen eines Films ist auch Bestandteil von dem DivX 5.0 Codec. Mit der neuen Version kommt auch noch ein cooles Feature, was ich sher schätze: Das dynamische Setzen von Keyframes. Bei ruhigen Szenen setzt der Codec alle 10 oder mehr Sekunden einen Keyframe, bei schnellen Action-Szenen werden alle 2-3 Sekunden Keyframes gesetzt. Eine Weiterentwicklung ist die (automatische) Erkennung von Bildwechseln (z.B. wenn sich mehr als 80% des Bildes verändert) und ein Keyframe pro neue Szene.

Zum Brechnen des Durchsatzes (kbps, Kilobit pro Sekunde), bei gegebenen Platzbedarf (s.o.) benutze ich das Programm AviCalc2:




Aus dem Flask-Fenster beim Auswählen des Titles rechnet man die Dauer des Films in Minuten um und trägt den Wert in "Movie Lenght" ein. Bei mir sinds 22:11 Minuten, also 23.
Die Audio-Bitrate ist die MP3-Einstellung, normalerweise läßt man sie auf 128 kbps, wer besseren Sound (zum kleinen Teil zu Lasten des Videos) haben will, kann seinen Wert hier eintragen. Daß der Soundtrack mit dem gewünschten Wert encoded wird, stellt man allerdings woanders ein.
Rechts oben kann man die Kapazität einer CD eingeben. Ich belasse es immer bei 650 MB, man kann bei den aktuellen CDs aber auch 700 einstellen. Je nachdem, woraus die Filme mal kopiert werden sollen. Im Feld "No Of CD's" kann man dann die Größe in Vielfachen der CD-Kapazität angeben.
Das Ergebnis dieser Berechnung steht dann im Feld "Estimated Video Bitrate". Hier ist jetzt Abschätzen gefragt. Wenn bei 2 CDs ca. 1800 kbps rauskommen würden, bei einer CD 700 kbps und bei drei CDs 2600 kbps, dann würde ich für den "kleinen Film" einen Wert zwischen 700 und 1800 angeben. Der Wert sollte einen Film machen, der weniger als 650 MB hat. Allerdings acuh nicht zu wenig, damit die Qualitätsunterschiede nicht zu groß werden, das würde man im Film sehen. Als ein Wert von beispieltsweise 1200 kbps. Für den "großen Film" brauche ich einen Wert zwischen 1800 und 2600. Der Film sollte größer werden als 1300 MB (zwei CDs), also nehme ich 2400 kbps.

Damit habe ich jetzt beide Durchsatzraten, die jetzt in der Video-Config eintrage:


D.h. beim ersten Durchlauf von FlaskMPEG benutzen wir die Datenrate von 1200kbps. Wenn ich FlaskMPEG ein zweites Mal starte, um den "größeren" Film berechnen zu lassen, ändere ich nur diesen Wert.

Mit OK alles bestätigen, bis man wieder in diesem Fenster ist:


Jetzt wählt man noch den Codec für den Soundtrack (Audio-Select Codec) MP3 sollte kein Problem sein, also stellen wir MP3 mit unseren Paramtern ein:


Zweimal OK und man ist wieder im Hauptfenster von FlaskMPEG. Die Einstellungen, die wir gerade gemacht haben, können sich verändern, wenn wir den folgenden Ablauf unterbrechen, das Programm merkt sie sich nicht unbedingt.

Menüpunkt Optionen:




Allgemeine Projekt-Optionen:




Reiter Video:
Bildgröße: Wie groß das Bild des Film werden soll. DVD-Auflösung ist 720x576, wer weniger haben will, kann das neue Format eintragen. iDCT Optionen betreffen die verschiedenen Algorythmen und deren Effizienz auf verschiedenen Prozessoren, ein AutoSELECT sollte funktionieren. Die Zeit-Basis (fps) bleibt auf 25 Bilder pro Sekunde für unser PAL-System. NTSC und andere Formate haben andere Bildwiederholfrequenzen.

Reiter Audio:
Decodiere Audio sollte eingeschaltet sein, damit FlaskMPEG auch die Tonspur in das Video einfügt. Braucht man nur Stummfilme, kann dieses hier auch abgeschaltet werden. Der Haken "Genau wie Eingang" sollte gesetzt sein.

Reiter Nachbearbeitung (s. Screenshot)
Es gibt verschieden Bildformate, 4:3 16:9 Widescreen, ... Bei eingen würde bei oben eingestellter Bildgröße schwarzer Rand auftauchen, den wir nicht mitkodieren müssen. Diesen wegzuschneiden nennt sich Trimmen. Der Button "Zeige Ausgabe Pad" erlaubt uns das auf eine einfache Art und Weise zu machen:


Das ist das Bild, wie es vom Video kommt. Der weiße Rahmen beschreibt den Ausschnitt, welcher aufgenommen werden soll. Den Rahmen kann man mit dem Buttons "Top-Offset"(+1 und -1) verschieben und mit den Buttons "Höhe" in 16 Pixel-Schritten vergrößern / verkleinern. Die 16-Pixel-Schritte kommen aus der Eigenschaft von MPEG, das Bild in 16x16 Pixel-Blöcken zu komprimieren.
Es kann passieren, daß ein kleiner scharzer Rand übrigbleibt, aber das ist immerhin besser, als den gesamten Rand mit in das Video zu packen.
Es kann passieren, daß FlaskMPEG für dieses Bild eine sehr helle Szene auswählt, daß man den Rahmen nicht sehen kann, oder eine sehr dunkle Szene nimmt, in der man die schwarzen Balken nicht erkennen und abgrenzen kann. Der unbeschriftete Schiebebalken kann ein anderes Bild aus dem Film auswählen.
Nach dem Button Schließen, sind die eingestellten Werte in die Felder der Trimmwerte eingetragen.

Reiter Dateien:
Die codierte AVI-Datei muß auf die Platte geschrieben werden, am besten in das angelege Verzeichnis. Um den Pfad nicht selber tippen zu müssen, gehe ich in den Explorer (eigentlich nur in Arbeitsplatz), navigiere in das richtige Verzeichnis und öffne dann eine DOS-Box. Diese startet im richtigen Verzeichnis und ich kann mit dem Copy-Button der DOS-Box den Pfad kopieren (auch eigener Button) und in dieses Feld eintragen. Dieser Trick hilft mir später nochmal, deswegen hab ich immer ein DOS-Fenster mit dem richtigen Pfad im Prompt offen, um ihn jederzeit wieder rauskopieren zu können.
Die Datei nenne ich dann "1200kbps kf10s.avi".
Eigentlich ist der Dateiname egal, aber so weiß ich, welche Werte in dem Film "drinstecken", nämlich 1200 kbps Datenrate und Keyframes alle 10 Sekunden.

Reiter Allgemein:
Hier hätte man noch die Möglichkeit, den Computer nach dem Rechnen (dauert ca. 6 Stunden auf einem 1 GHz-Rechner) herunterzufahren. Ist ganz praktisch, wenn der Film nachts um 2 Uhr fertig ist, aber der Rechner nicht bis 8 Uhr durchlaufen soll.

All diese Einstellungen mit OK bestätigen und man landet wieder im Hauptfenster von FlaskMPEG. Das Fenster hat sich wieder an die neue Größe des Bildes angepasst.

Noch das Ausgabe-Format einstellen:


und man kann zum nächsten Menüpunkt gehen:

Menüpunkt Start:




Audio Player:


Hier werden noch Einstellungen zur Soundspur des Film gemacht:


Normalization:
Die Tonspuren von DVD gerippt sind immer zu leise. Man muß die Lautstärke noch anpassen (ca. 250%). FlaskMPEG kann diesen Wert automatisch ermittlen, indem man auf den Button "Search" klickt. Das dauert eine Weile, währenddessen kann man der Festplatten-LED zuschauen, wie die Datei "abgegrast" wird.
Dolby Surround Sound muß auf Stereo runtergerechnet werden, MP3 kann nur Stereo (meine Soundkarte auch). Damit der Center-Kanal des Dolby Surround Systems, aus der die Gespräche kommen, nicht zu leise den anderen Kanälen (aus denen die Geräusche kommen) nicht zu leise wird, sollte er nochmal um ca. 5-6 dB angehoben werden. Wenn man das nicht macht, werden Gespräche im Film deutlich leiser als die Nebengeräusche, und man muß ständig die Lautstärke anpassen, wenn man den Film anschaut.

Nach diesen Einstellungen kann man die Umwandlung von VOB in DivX:-) starten.
Das dauert je nach Rechner zwischen 6 und 14 Stunden. Während dessen kann man das Ganze in diesem Fenster verfolgen:


Links steht die Zeit, die er schon gebraucht hat und wie lange es noch dauern wird. Man kann die ungefähre Uhrzeit ablesen, wann der Film fertig sein wird. Die Priority-Settings können auf Idle stehen, d.h. er bekommt Rechenleistung, je nachdem wie andere Programme Leistung brauchen. Wenn der Rechner über Nacht läuft und sonst keine Programme aktiv sind, wird er die maximalste Leistung bekommen. Möchte man den Film "nebenher" rechnen, kann man die Priorität auch festlegen, dann dauert das Coden allerdings länger.

Am nächsten Tag (oder abends, wenn man von der Arbeit kommt), kann man FlaskMPEG schließen (sofern der Rechner nicht heruntergefahren wurde) und die ganze Aktion nochmal von vorne beginnen, um den "größeren Film" zu berechnen. Die Einstellungen unterscheiden sich nur in der Datenrate (in unserem Beispiel 2400 statt 1200 kbps) und im Dateinamen, der heißt entprechend "2400kbps kf10s". Man sollte tunlichst drauf achten, daß der Wert für die Keyframes der selbe ist, sonst hat unser nachfolgendes Tool ein Problem, die Filme zu Verrechnen.

Filme zusammenrechnen

Nachdem wir un schon mindestens einen Tag dransitzen, solten ir an diesem Punkt folgende Dateien haben:


Die beiden AVI-Dateien sollten größer sein, als meine hier. Insgesamt werden sie ca. 3 GB brauchen.
Diese beiden Filme werden jetzt kombiniert, um den geringen Speicherplatz der langsamen Szenen und die Qualität der schnellen Szenen in einem Film zu vereinen. Dieses macht das programm AviRevolution.



Als ersten Schritt geben wir beide Filme an, um daraus eine "Differenzdatei" *.rev zu erstellen. Bei einem zweiten Aufrufen des Prorgamms kann diese Datei geöffnet werden, um den wirklichen Film zu berechnen.

Doppelklicken wir in das linke große Feld "Low" und wählen den "kleineren" Film, also "1200kbps kf10s" aus. Dann ein Doppelklick auf "High", um den "größeren" Film auszuwählen. Dieses Low und Hgh darf nicht vertauscht werden, sonst macht die Umwandlung keinen Sinn. Die Konfiguration wird an den rechten Reitern gemacht, ich gehe immer von unten (Sound) nach oben (Main), um nichts zu vergessen. Wenn man die Reihenfolge von oben nach unten macht, kann es passieren, daß man die Eckdaten für den Film berechnet, danach den Sound aktiviert und danach passen die Größenberechnungen der Datei nicht mehr.

Sound:
Aktivieren, wenn er mit reingerechnet werden soll. Interleave lasse ich immer auf Keyframe stehen, das reicht für die Syncronisation.

File:
Hier geben wir im ersten Schritt nur das REV-File an, welches jetzt geschrieben wird. Hier hilft das Copy&Paste aus der DOS-Box wieder, um den Pfad nicht tippen zu müssen. Das Feld für Final AVI löschen wir und lassen es leer.

Statistics:
Mal reinschauen, ändern kann man eh nix

Main:
Diese Einstellungen sind noch egal.

Bisher haben wir AviRevolution beide Filme gegeben und ein REV-File definiert, in das die Differenzen der beiden Filme gespeichert werden. Aus dem Menü Process läßt sich dieser Vorgang jetzt starten (Execute):


Das kann nochmal ca. 1 bis 1,5 Std dauern. Um unteren Teil des Fensters werden mit grünen und roten Balken die Unterschide der einzelnen Frames dargestellt.

Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, Schließe ich AviRevolution und starte es neu, das Programm hat Schwierigkeiten, Einstellungen zu behalten. Auch wenn etwas abgebrochen wird, ein erneutes Starten von AviRevolution hilft ungemein, wenn Werte durcheinandergekommen sind.

Im zweiten Schritt von AviRevolution wird das eben geschriebene REV File geöffnet:
File - Open Revolution File
und die Einstellungen in den rechten Reitern vorgenommen:

Sound: aktivieren, Interleave auf Keyframe

Files: Hier wird jetzt das zu schreibende Video eingetragen. Hier hilft wieder Copy&Paste aus der DOS-Box. Das Feld für das Revolution-File wird gelöscht und bleibt leer. Der Dateiname des Videos ergibt sich bei mir aus dem Differenzwert, der im nächsten Schritt ermittelt wird. Z.B. 39diff.avi für einen Differenzwert von 39%.

Main:
Hier kann man jetzt aufgrund der Unterschiede zwischen den beiden Filmen einen Differenzwert angeben, der pro Keyframe entscheidet, welcher Film genommen wird, um diese Frames zu schreiben.
Mit den Pfeiltasten neben "Difference" läßt sich dieser Wert einstellen, zeitgleich wird im Feld "File Size" die Größe des Film berechnet. Ich stelle de Differenzwert so ein, daß die Dateigröße 1,24 GB entspricht. Diesen Prozentwert der Differenz trage ich als Dateinamen des AVI Files ein, es kann passieren, daß man diesen Schritt mehrmal machen muß.
Über den Menüpunkt Process - Generate All wird der Film dann innerhalb von ca. 15 Minuten geschrieben.

Film teilen


Das so erzeugte Video wird ca. 1,24 GB haben , soviel, daß es auf 2 CDs passt. Das haben wir mit AviRevolution eingestellt. Jetzt brauchen wir allerdings zwei Dateien, wenn wir zwei CDs brennen wollen. Das Programm, was dieses macht, heißt AviChop


Select Input: hier öffnet man die von AviRevolution erzeugte Datei (39diff.avi)
Select Output: Dieser Dateiname wird benutzt, um die beiden Teile des Films gespeichert werden. Es ist eigentlich egal, wie man die Filme nennt, sie sind die beiden Teile, die man auf die CD brennen will.
Split At: 644 MB. Wenn 650 MB pro Teilstück rauskommen sollen, muß man nach ca. 644 MB splitten, weil AviChop noch weitere Daten (Header?) an die Datei anhängt.
Chop! startet den Splitvorgang. Das dauert ca. 5 Minuten.

Nach einem "Chop Complete" muß das Programm AviChop geschlossen werden, damit die zuletzt geschriebene Datei freigegeben wird. Danach kann man sich im Explorer ansehen, ob die Dateien sinnvoll getrennt wurden.

Es kann passieren, daß drei Teile erzeugt wurden und der dritte Teil enthält die letzten Minuten Abspann. Man kann das so lassen, ich aber will den Abspann komplett haben und lasse AviRevolution nochmal mit einem niedrigenen Differenz wert laufen (ca. 37%). Deswegen die Differenzangabe im Output-File von AviRevolution. Dieses neue Ergebnis nach gleichem Schema trennen und nochmal prüfen. Je nachdem wie perfekt man den Film schneiden möchte, kann man die letzten Schritte beliebig oft wiederholen.

Wenn alles fertig ist, kann man die ca. 10-12 GB außer den beiden fertigen Filmteilen wieder löschen (nicht in den Papierkorb, sonst schafft man nicht mehr Platz auf der Platte). Danach noch das Verzeichnis, in dem man gearbeitet hat, umbenennen und das Doppelkreuz (#) aus dem Namen entfernen.

Nachwort zu DivX 5.0
Ich habe den DivX 5.0 Codec ausprobiert und mich entschieden, weiterhin den "alten" Codec 3.0 zu benutzen. Ich komme mit den Einstellmöglichkeiten des Codecs nicht klar, von den Arbeitsschritten her muss man den Film auch zweimal "anschmeissen" und die Ergebnisse sind auch nicht kleiner als die Filme mit meiner Methode. Außerdem gibt es inzwischen einfache "one-click" Programme, die all das schon automatisch können. Man legt die DVD ein, gibt die gewünschte Größe (eine oder zwei CDs) an und läßt den Rechner arbeiten. Nach ca. 12 bis 14 Stunden wartet der Rechner, daß man die erste fertig gebrannte CD aus dem Brenner nimmt und die zweite einlegt. Noch 5 Minuten CD brennen und die nächste DVD rein...
Außerdem möchte ich es nicht unterstützen, daß der Codec jetzt kommerziell vertrieben wird. Der Codec kostet etwas, aber es gibt eine werbefinanzierte "freie" (nein, kostenlose) Version. Dazu kann man auch gleich die passenden T-Shirts bestellen, und bekommt diesen Playa aufgezwängt, mit dem ich acuh irgendwie nicht zufrieden bin...
Aus diesen Gründen (1. ich kann DivX 5.0 nicht bedienen und 2. mein Wissen braucht man gar nicht mehr, um gute Filme zu rippen) habe ich mich aus diesen Gebiet zurückgezogen. Ich rippe kaum noch DVDs, und es gibt nur noch einen Freund, der "handgerippte" Filme noch erkennen kann und zu schätzen weiß.

Die Zeiten haben sich geändert...

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